Integration ungleich Inklusion wie Fremdbetreuung ungleich Leben

Mein Kind ist wohl anders. Anders anders als andere Kinder anders sind. Es spricht nicht, wie es sollte. Aber das tut hier nur bedingt zur Sache

Als wir es mit genau zwei Jahren in den Kinderladen eingewöhnten, war uns das noch nicht so richtig aber doch wenigstens ein bisschen bewusst. Der Kinderladen war wohl ausgesucht und zur besten Wahl der Fremdbetreuung durch uns erkoren worden. Nun war die Eingewöhnung leicht bis wenig kacke und eigentlich waren alle ganz zufrieden. Jeden Tag 6 Stunden. Schlafen gut, Essen gut, Leute mehrheitlich nett und akzeptabel im Umgang und Ton.

Dann gingen die Beschwerden los: “Der nimmt immer Murmeln in den Mund!“, “Der haut immer ab!“, “Der zieht sich nichts alleine an oder aus!“, “Der holt ja nicht mal seinen Beutel, wenn man ihm das sagt!“. Hinterließ den Eindruck als würde ich verantwortlich gemacht, für Dinge, die er tut, oder eben auch nicht, während er durch Andere betreut wird. 

“Bitte beantragt einen Integrationsplatz!“

Haben wir gemacht.

Mit dem Ergebnis, dass sich nichts ändert außer die finanzielle Situation der Einrichtung und einem Musik-Angebot jeden Freitag…
Nun die Bilanz 2 Monate ohne Kindergarten: ausgeglichenes Kind, gute Nächte, deutliche Verbesserung in der Kommunikation. Mehr Zeit. Mehr Ruhe. Mehr zusammen.

Revolution! Liebevoll!

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